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Absolutes Gehör

Es gibt nicht DAS absolute Gehör, sondern gleich verschiedene Varianten davon!
Es wird unterschieden zwischen dem passiven (die Höhe gehörter Töne kann exakt angegeben werden) und dem aktiven absoluten Gehör (gewünschte Töne können aus dem Stegreif angesungen werden), wobei das aktive absolute Gehör das passive beinhaltet. Das aktive absolute Gehör setzt zusätzlich eine ausgeprägte musikalische Vorstellungskraft voraus.

Eine unter Sängern stärker verbreitete Eigenschaft ist, unbewusst absolut zu hören: Sie können zum Beispiel den Anfangston einer Melodie richtig singen, ohne ihn benennen zu können. Sowohl eine ausgeprägte musikalische Vorstellungskraft als auch das muskuläre Gedächtnis spielen dabei eine Rolle.

Menschen mit einem absolutem Gehör sind je nach Herkunft, Sozialisierung, Tagesform und Hörgewohnheiten auf unterschiedliche Kammertöne eingestellt. Daraus folgt, dass das absolute Gehör eine Tonhöhen-Erkennungs-Eigenschaft ist, aber mit der Qualitätsbeurteilung nicht direkt zu tun hat.

Quellen: http://de.wikipedia.org/wiki/Absolutes_Gehör und http://de.wikipedia.org/wiki/Kammerton

Vibrationen am Brustkorb

Je größer der Anteil des Grundtons im gesungenen Ton ist, desto stärker kann man die Schwingung am Brustkorb spüren. Bei etwa 180 Hz – also zwischen f0 und ges0 – können diese Vibrationen am Brustkorb während des Singens am deutlichsten gespürt werden.

Quelle: Sundberg, J. (1987): The science of the singing voice. S. 161 f.